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Gesunde Welpen

Áilu mit ihren Geschwistern (Foto Mirja Siljander)
Áilu mit ihren Geschwistern (Foto Mirja Siljander)

Während einem der Module in der Ausbildung zum ganzheitlichen Hundecoaching, welche ich bei NF footstep absolviere, wurde ich mit der Frage konfrontiert, weshalb immer mehr junge Hunde Magen- oder Verdauungsprobleme oder sogenannte "-itis"-Erkrankungen (Entzündungen) haben oder Allergien und Unverträglichkeiten entwickeln. Woran kann es liegen, dass Welpen kein starkes Immunsystem entwickeln können?

 

Ich habe dieser Frage nachgespürt, mich auf sie eingelassen und bin der Richtung meiner Gedanken gefolgt und möchte diese hier gerne teilen. 

Die weiteren Fragen, die sich mir aus dieser einen Frage ergeben haben, sind nicht abschliessend und auch nicht ausschliessend. Vielleicht vermögen sie aber, weitere Menschen zum Nach- und Überdenken anregen. 

Woran kann es liegen, dass Welpen kein starkes und gesundes Immunsystem entwickeln können?

 

Liegt es an der genetischen Veranlagung?

Oder vielleicht an der epigenetischen Veranlagung?

Welche Rolle spielen zum Beispiel die Aufzuchtbedingungen?

Kann Überforderung dabei ein Thema sein?

Wie lange darf der Welpe im Wurf bleiben?

Wie startet er danach mit seinen neuen Menschen ins Leben?

 

Wichtige Fragen, die sich unbedingt auch ein Züchter stellen muss.

Wo und wie können wir als Züchter dazu beitragen, dass sich ein Welpe gesund entwickeln kann?

 

Wo fängt es an?

Beim neugeborenen Welpen?

Oder eher doch bereits bei der Wahl der Elterntiere?

Bei der Art und Weise, wie der Deckakt abläuft?

Während der Trächtigkeit der Hündin?

Bei der Geburt?

Ist die Mutterhündin souverän und fühlt sie sich sicher und wohl?

 

Wie darf der Welpe aufwachsen?

Haben wir als Züchter bereits das Gefühl, der Kleine muss möglichst viel kennenlernen?

Oder trauen wir uns, ihm Zeit zu lassen, für die ersten wichtigen Entwicklungsschritte?

Positive Erlebnisse innerhalb der Sicherheit des Wurfes, zusammen mit der Hundemama im vertrauten Umfeld?

Muss der Welpe sich dauernd von fremden Händen anfassen oder gar rumtragen lassen?

Herrscht ein reges Kommen und Gehen im Wurfzuhause?

Oder ist es ein Ort der Ruhe und Geborgenheit?

Wählen wir eine passende neue Familie für den Welpen aus?

Instruieren wir die Welpenadoptiveltern fachkundig, wie sie einen gelingenden Start ins gemeinsame Leben mit dem Welpen gestalten können?

 

Ich spreche nicht davon, Welpen von der Aussenwelt abzuschirmen. Oder ihnen gar nichts zuzumuten. Ich spreche davon, dass wir als Züchter eine immense Verantwortung tragen und ganz viel dazu beitragen können, dass junge Hunde die Chance bekommen, sich mental, emotional und körperlich gesund zu entwickeln. 

 

Lernen wir als Züchter das Lebewesen Hund doch noch besser kennen. Lernen wir noch mehr über ihre Bedürfnisse, ihre Entwicklung und ihr Ausdrucksverhalten. Erkennen wir, dass jedes von ihnen ein Individuum ist. Und halten wir als Züchter uns stets vor Augen, dass das Wohl der Hunde an erster Stelle steht. Immer!

 

Danke!

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Kommentare: 1
  • #1

    Fuchs Reini (Samstag, 18 Februar 2023 17:05)

    Danke für diese lehrreichen Typs, wie man mit einem Welpen eine Familie sein kann !

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